Ich im Wir – Individuelle und Netzwerk-Ressourcen für ein zufriedenstellendes Arbeiten im Kollektiv. Ein Workshop für Frauen* – TEIL 2/2

Beratungsstelle
Workshops & Seminare
31. Oktober 2020 | 10:30 -
Online

Ich im Wir – Individuelle und Netzwerk-Ressourcen für ein zufriedenstellendes Arbeiten im Kollektiv. Ein Workshop für Frauen* – TEIL 2/2

Workshop mit Janne Harnischfeger (Psychologin) und Esther Vorwerk (Theatermacherin)

Sprache: Deutsch, Fragen können auch auf Englisch gestellt werden
Zugang: Angebot findet online statt, der Zugang wird bei der Anmeldung mitgeteilt
Achtung: 2 Termine. Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt.

Wie wollen wir arbeiten? Welche Strukturen brauchen wir, um uns bestmöglich entfalten und künstlerisch ausdrücken zu können? Wie können wir uns diese selber schaffen und unsere Bedürfnisse und Grenzen nach Außen kommunizieren? Als in der freien Szene arbeitende Künstlerinnen* ist uns die Kollision von künstlerischen Visionen, Konflikten in Arbeitsgruppierungen und persönlichen Anforderungen des Alltags vertraut. Für Frauen* in einem patriarchalen System werden diese Konflikte oft noch verstärkt und verkompliziert.

Der Workshop will die erlebte „Zwangspause“ der letzten Monate nutzen, um einen gemeinsamen Raum für einen Erfahrungsaustausch zu schaffen. Aus zwei Richtungen – einer künstlerisch- und einer psychologisch-erfahrungsbasierten – nähern wir uns emotionalen und praktischen Herausforderungen, mit denen sich Frauen* in der freien Szene konfrontiert sehen.
Wir machen Übungen, um sich auszuprobieren und besser kennenzulernen.
Im ersten Teil des Workshops knüpft Esther Vorwerk mit körperorientierten, szenischen Herangehensweisen an konkrete Erinnerungen/Erfahrungen aus der Arbeit in der freien Szene an. Daraus ergeben sich Gesprächsanlässe über Bedürfnisse, die sich im Austausch entfalten können.

Im zweiten Teil werden mit Janne Harnischfeger Methoden erlernt, die ein umfassendes Bild eigener persönlicher und beruflicher Ressourcen zeigen und einen Überblick über das eigene Netz an sozialen Kontakten vermitteln. Eine besondere Form des Zweiergesprächs hilft, sich ein Ziel zu setzen und konkret zu formulieren. Um in der Gruppe beide Phasen miteinander zu verbinden, leiten wir den gesamten Workshop zu zweit. Mit der Anmeldung stimmst Du/stimmen Sie einer Teilnahme an beiden Tagen zu.

* (Frauen* = Unser Ziel ist es intersexuelle, queere, und transsexuelle Perspektiven einzubinden. Falls sich jemand ausgeschlossen fühlt, haben wir jederzeit ein offenen Ohr unter: beratung@pap-berlin.de. Wir lernen und haben Interesse uns zu verbessern.)

 

Anmeldungen bis spätestens 23. Oktober 2020 an beratung@pap-berlin.de.

1988*, Schauspielstudium am Mozarteum Salzburg, Wohnsitz in Berlin und Oldenburg. 
Sie arbeitet als interdisziplinäre Theatermacherin und entwickelt Theaterstücke, Installationen und Performances mit Mitteln des Physical-, Figuren- und Objekttheaters. In ihrer Arbeit setzt sie sich kritisch mit Fragen zu Identität, Erinnerung, Trauma, Feminismus und Gender auseinander. 
Seit 2017 ist sie außerdem fester Bestandteil des Figurentheaters Theater Laboratoriums und baut hier insbesondere das neue Haus, die Limonadenfabrik, mit auf.
2017 gründen Anne-Sophie Reichert und sie das Künstlerinnen-Duo „Alaska – Studio for Feelings“ mit dem sie u.a. eine Residenz in Berkeley Kalifornien bekommt, im Kunstpunkt Berlin und bei der Touchy Subjects Conference in Kopenhagen ausstellt. Das Duo entwickelt interaktive Installationen, Workshops und Performances.
2019 gründet sie zusammen mit der Schauspielerin Elena Schmidt die Performancegruppe „Melpomene“, die sich dem Thema female identified pain und Gewalt gegen Frauen* im Theater widmet und aktuell im Rahmen des Flausen Stipendiums daran forschen wird.  Sie berät im Performing Arts Programm mit Schwerpunkt auf Konzeption, Antragstellung und Überlebensstrategien.

Janne Harnischfeger, geboren 1983 in Hamburg, ist Diplompsychologin und spezialisiert auf klinische Psychologie und Psychologie der Arbeit. In der Forschung, Beratung und Weiterbildung war sie im Bereich von Gruppenprozessen tätig. Aus Leidenschaft für Theater und Tanz und der Arbeit mit darstellenden Kunstschaffenden initiierte sie auf dem Fusion-Festival und dem Theaterfestival at.tension ein Performance-Programm, das sie dort seither jährlich veranstaltet. 2014 zog sie von Hamburg nach Berlin. Von 2015 bis 2016 arbeitete sie zwei Jahre lang als Dozentin für Psychologie an einer Erzieher*innen-Fachschule. Sie war im Jahr 2017 an einer Tagesklinik als Gruppentherapeutin tätig. Im Rahmen ihrer Weiterbildung zur Psychotherapeutin führt sie psychoanalytische Therapien durch. 

Im Performing Arts Programm berät sie seit 2015 mit den Schwerpunkten der Selbstklärung bezüglich individueller Ziele sowie der Konkretisierung künstlerischer Ideen. Außerdem begleitet sie die Mentoring-Programme.

Kontakt

Christin Eckart

christin.eckart [at] pap-berlin.de

Fatima Çalışkan

fatima.caliskan [at] pap-berlin.de

Weitere Termine

29. Oktober: 10:30 bis 14:30 Uhr