Management als Kunst – Künstler*innen als Manager*innen

Ausschreibung: Management als Kunst – Künstler*innen als Manager*innen.
Eine praktische Seminar-Reihe für Theaterschaffende und Organisator*innen mit internationaler Ausrichtung


In Kooperation mit VORPOMMERN TANZT AN - movin’bröllin / TANZPAKT Stadt-Land-Bund findet das zweiteilige Blockseminar auf Schloss Bröllin (4. bis 6. April 2019) und im K-Salon in Berlin (11. bis 13. April 2019) statt. Das Seminar und wendet sich an all diejenigen, die in Personalunion den künstlerischen Schaffensprozess mit dem der praktischen Organisation bis hin zur Finanzierung bewältigen müssen, bzw. an all diejenigen, die als Produktionsleiter*innen neue Methoden für ihr Aufgabenfeld erlernen wollen. Die Kosten für das Seminar sowie Unterkunft und Verpflegung in Bröllin werden übernommen.

Management als Kunst – Künstler*innen als Manager*innen.
Eine praktische Seminar-Reihe für Theaterschaffende und Organisator*innen mit internationaler Ausrichtung
4. bis 6. April 2019
Ort: Schloss Bröllin, Bröllin 3, 17309 Fahrenwalde

11. bis 13. April 2019
Ort: K-Salon, Bergmannstraße 54, 10961 Berlin

Bewerbungen mit einem kurzen Motivationsschreiben und CV bis zum 4. März 2019 an beratung(at)pap-berlin.de

Seminarprogramm & Termine

Das Seminar: Management als Kunst – Künstler*innen als Manager*innen
Seminar-Leitung: Christine Schmalor

Ein praktisches Seminar für Theaterschaffende und Organisator*innen mit internationaler Ausrichtung


Eine Reihe von Fragen und Widersprüche beschäftigen sowohl viele Künstler*innen und kleinere Theatergruppen, die ihre Produktion selbst übernehmen, als auch hauptberufliche Produzent*innen:

  • Eine künstlerische Idee muss strukturiert werden, muss eine Form erhalten, ohne die Unmittelbarkeit und Lebendigkeit der Idee zu zerstören. Das ist nicht einfach, wenn Anträge zur Mittelbeschaffung geschrieben werden müssen. Wie findet man die Balance zwischen der eigenen künstlerischen Vision und den Antragsrichtlinien?
  • Die Internationalität wird immer selbstverständlicher, aber wie sieht es mit der interkulturellen Kompetenz aus? Was bedeutet die Kommunikation mit anderen Kulturkreisen? Wie integriert man andere Realitäten, seien sie persönlicher, gesellschaftlicher oder einfach nur fiskalischer Natur?
  • Wie kann der organisatorische Prozess mit kreativem Chaos vereint und der Antagonismus produktiv genutzt werden? Wann müssen diese Prozesse klar getrennt werden? Kann dieser notwendige Brainshift gelernt und trainiert werden?
  • Die Präsentation einer Idee basiert auf der Kunst des Monologs; die Antragstellung und Partner*innen suche benötigt die Kunst des Dialogs. Wie kann dafür bewusst und in vollem Umfang die Kompetenz als Theatermensch genutzt werden?


Die Arbeitsweise im Seminar kombiniert die Theorie mit der Praxis in Form von Übungen und Training zu den hier gestellten Fragen.
Folgende grundlegende Themen stehen dabei im Zentrum:

  • Internationale künstlerische Netzwerke
  • Informationsplattformen, Vernetzung und Kulturförderung
  • Strategisches Vorgehen bei internationalen Projekten
  • Entwicklung und Vorstellung einer Projektidee
  • Die künstlerische Position  im praktischen Management    

Dieses Seminar zielt darauf ab, Grundlagen der internationalen Projektarbeit zu vermitteln, Selbstbewusstsein zu stärken, Überzeugungskraft zu gewinnen, um – gepaart mit künstlerischer Freiheit – eigene Projekte auf den Weg zu bringen.

Das Seminar setzt sich aus mehreren Teilen zusammen:

  • Die Teilnehmer*innen erhalten drei Wochen vor Beginn Aufgaben zur Vorbereitung.
  • Erstes Modul: tägliches praktisches Training (bequeme Kleidung), Theorie und Recherche (bitte eigenen Laptop oder Pad mitbringen), sowie praktische Übungen.
  • Selbstständige Vorbereitung auf das zweite Modul: Ausarbeitung eines eigenen Modellprojektes.
  • Zweites Modul: tägliches praktisches Training, Übungen zur Präsentation und kollektives Feedback, individuelle Beratung.


Termine


1. Teil des Seminars auf Schloss Bröllin
Donnerstag, 4. April 2019:

Anreise bis 11:30 Uhr
Kennenlernen und erster Seminar-Block: 12:00 bis 18:00 Uhr

Freitag, 5. April 2019:

Seminar von 10:00 bis 18:00 Uhr
19 Uhr: Showing von drei künstlerischen Residenzen auf Schloss Bröllin

Samstag, 6. April 2019

Seminar von 10:00 bis 14:00 Uhr
14 Uhr Mittagessen, danach Abreise


2. Teil des Seminars in Berlin (Ort: K-Salon, Bergmannstrasse 54, Berlin)
Donnerstag 11. April 2019

Seminar von 10:00 bis 18:00 Uhr

Freitag, 12. April 2019
Seminar von 10:00 bis 18:00 Uhr

Samstag, 13. April 2019
Seminar von 10:00 bis 18:00 Uhr


Anfahrt/Unterkunft/Verpflegung
Der erste Teil des Seminars findet auf Schloss Bröllin statt. Die Anfahrt mit der Bahn (Bahnhof Pasewalk) oder dem Auto wird von den Teilnehmer*innen übernommen.  
Bitte angeben, ob ein Transfer vom Bahnhof Pasewalk benötigt wird.

Adresse: Schloss Bröllin, Bröllin 3, 17309 Fahrenwalde
Eine Anfahrtsbeschreibung ist zu finden unter www.broellin.de

Bitte bequeme Kleidung und Sportschuhe mitbringen.
Die Kosten für Unterkunft in Doppelzimmern und Verpflegung auf Schloss Bröllin werden übernommen.



Die Seminar-Leiterin

Die Leiterin des Seminars Christine Schmalor schöpft aus einem reichhaltigen Erfahrungsschatz von über 20 Jahren praktischer Theaterarbeit, Lehre, Projekt- und Programmentwicklungen, sowie erfolgreicher Konzeption, Antragstellung und Abwicklung von mehrjährigen EU geförderten Großprojekten. Nach über zehn Jahren Vorsitz des Theatre Education and Training Commitee des Internationalen Theaterinstituts kennt sie die Wechselwirkungen kultureller Diversität und interkultureller Kommunikation als Grundlage jeder künstlerischen Kooperation. Als Wissenschaftlerin zeichnet sie verantwortlich für die Curriculumsentwicklung des M.A. Programms „Teaching Professional Theatre Practice“ und arbeitet an der Dokumentation der methodologischen Ergebnisse des Instituts. 2017 konzipierte sie die Hybrid-Theatre-Plattform und leitet seither das Online Training.


VORPOMMERN TANZT AN – movin’bröllin ist eine gemeinsame Initiative von Perform[d]ance, Schloss Bröllin und dem Theater Vorpommern und wird gefördert von TANZPAKT Stadt-Land-Bund aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern sowie dem Vorpommern-Fonds.