re:publica 17 und Performing Arts Programm

Performersion: Echte Leiber - Wahre Gefühle

9. Mai 2017, 17.30 - 18.30 Uhr
Ort:
STATION Berlin, Stage L1, Luckenwalder Str. 4–6, 10963 Berlin

Warum ist der Körper der ultimative Faktor für das emotionale Eintauchen in virtuelle, gemischte und augmentierte Realitäten? Ein Panel, um theoretische und praktische Ansätze für Projekte im Rahmen der Performersion 2018 zu diskutieren und formulieren.

Die Performersion ist ein Workshop-zentrierte Kooperationsformat des Performing Arts Programm Berlin und der re:publica und wird, nach der erfolgreichen Performersion 2016, 2018 und 2020 wieder stattfinden.

In vier aufeinander aufbauenden Kurzvorträgen und jeweils anschließenden Gesprächen wird die zentrale Rolle des Körpers und seiner Abbildung in VR, MR und AR beleuchtet.
Die Sehnsucht nach der verletzlichen Präsenz des anderen Menschen, des Körpers und seiner Gefühle, zieht sich wie ein roter Faden durch den Paradigmenwechsel der digitalen Revolution: Noch nie gab es so viele Konzerte und Festivals, noch nie besuchten so viele Menschen Tanz-, Theater- und Performance Aufführungen oder Kongressformate. Und die ersten Downloadzahlen für VR Spiele und Anwendungen spiegeln diese Entwicklung ebenfalls: kommunikative, offene Multiplayer sind weitaus populärer als Single Player Anwendungen.

Der Künstler und Theoretiker Milos Trakilovic reflektiert anhand der Performance „Shoot“ (in der Chris Burden tatsächlich angeschossen wurde) wie wir in Kunst und Leben den Körper als das ultimativ Wirkliche erleben. Theresa Schütz aus dem Sonderforschungsbereich „Affective Societies“ an der Freien Universität Berlin fokussiert auf Parallelen von simulativen Szenarien in virtuellen Realitäten und immersiven Performances, und deren emotionales Wirken. Der Theatermacher Oliver Proske von der preisgekrönten Gruppe Nico and the Navigators forscht zur Zeit in Kooperation mit dem Fraunhofer Institut an neuen Kameratechnologien zur umfassenden automatisierten Aufzeichnung von Performer*innen, auch für VR. Das Performancekollektiv virtuellestheater e.V. geht mit Hilfe des VR Designers Nico Nonne einen Schritt weiter und performt bereits mit virtuellen Personen.


Team:
Theresa Schütz („Affective Societies", Freie Universität Berlin), Oliver Proske (Nico and the Navigators), virtuellestheater e.V. (Performancekollektiv), Milos Trakilovic (Künstler und Theoretiker)

Mehr Informationen unter www.re-publica.de