GewinnerInnen des Marketingwettbewerbs 2015 - Begründung der Jury

Rede der Jury zur Preisverleihung am 10. Oktober 2015:

Preisverleihungen sind Rituale. Alle Gewinner bedanken sich immer artig - entweder bei Gott, ihrer Mutter, ihrem Team oder ihren Produzenten. Und alle Jurys sagen wie schwer es war,  aus den vorhandenen Kandidaten die Gewinner auszuwählen. O. K. Es ist ein Klischee, aber uns ging es genauso und wir möchten uns bei den Organisatorinnen bedanken, besonders bei Nora Gores. Wir wurden immer bestens informiert, maximal unterstützt und hervorragend betreut: Danke, Nora.

Zehn Gewinner Teams haben gestern in einem Präsentationsrausch die Ergebnisse ihrer Arbeit des letzten halben Jahres gezeigt. 6 Minuten pro Team. Mindestens sechs Monate Arbeit. Bevor jetzt die Preisgelder vergeben werden, deswegen bitte Standing Ovation für alle zehn Gewinner-Teams für den Heimathafen Neukölln, den Zentralrat der Asozialen in Deutschland, Turbo Pascal, die Paul Studios, das Atze Musiktheater, die zweite Reihe, das Kostümkollektiv, das Institut für Widerstand im Postfordismus, das English Theatre Berlin und das Theater RambaZamba.

Es ist uns nicht leicht gefallen, die Preisgelder zu vergeben. Fast alle Konzepte sind originell, spannend, realistisch, umsetzbar, stringent und sehr sympathisch. Wir haben versucht sie von vielen verschiedenen Seiten zu beleuchten, Argumente ausgetauscht und gestritten. Irgendwann waren alle Argumente auf dem Tisch. Mir persönlich ging es so, dass ich jedes Argument meiner JurykollegInnen gut nachvollziehen konnte, wenn es mich auch nicht immer überzeugt hat vom Standpunkt des anderen. Und so ging es so glaube ich, jeder. Wir haben nach guten sechs Stunden eine Mehrheitsentscheidung getroffen. Sehr knapp, aber einvernehmlich.

Begründung der Jury für den zweiten Preis, dotiert mit 7.500 €:
Gewinner: Institut für Widerstand im Postfordismus

Wir gratulieren zu einem genauso humorvoll wie inhaltlich stringentem Marketingkonzept, das es schafft auf eine spielerische Art einen niedrigschwelligen Zugang für ein sperriges und sehr theoretisch anmutendes Thema zu finden. Dabei wird die angestrebte Zielgruppe mit geringen Streuverlusten nachhaltig erreicht. Wir gratulieren dem Institut für Widerstand im Postfordismus und wünschen Toitoitoi, Good luck und Masel tov für die Umsetzung des Konzeptes.

Begründung der Jury für den ersten Preis, dotiert mit 12.000 €:
Gewinner: Turbo Pascal

Wir gratulieren zu einem Marketingkonzept, das eine ideale Verlängerung des Bühnengeschehens in das Stadtbild schafft und eine große Wirksamkeit in ganz Berlin verspricht. Es macht Spaß, schafft Aufmerksamkeit und regt zum Mitmachen an. Die Kampagne hat das Zeug, nachhaltig bei der Zielgruppe in Erinnerung zu bleiben und somit nicht nur auf eine Produktion sondern auch auf die Marke einzuzahlen. Wir gratulieren Turbo Pascal und wünschen Toitoitoi, Good luck und Masel tov für die Umsetzung des Konzeptes.