Mentoringprogramm Einstieg 2026
Mentoringprogramm Einstieg 2026
Mit dem Mentoringprogramm Einstieg 2026 unterstützen wir zwölf Kunst- und Kulturakteur*innen, die im Einstieg in die freien darstellenden Künste Berlins begriffen sind. Erfahrene Mentor*innen – u. a. freie Künstler*innen, Kurator*innen, Dramaturg*innen, Produzent*innen sowie Repräsentant*innen etablierter freier Berliner Produktionsorte und Institutionen –begleiten und betreuen die Einsteiger*innen aus den verschiedenen Arbeitsbereichen und Genres der freien darstellenden Künste über neun Monate hinweg. Neben den Einzelterminen bietet das Programm mehrere Netzwerkveranstaltungen, ein zweitägiges Seminar in deutscher Lautsprache zur Projektentwicklung und -umsetzung sowie zu weiteren produktions- und distributionsrelevanten Themen, Gelegenheit zum Austausch mit dem Alumni-Netzwerk sowie Zugang zu weiteren Angeboten des Performing Arts Programms.
Im Folgenden stellen wir Euch alle Akteur*innen des Mentoringprogramm Einstieg 2026 vor:
Barbara Greiner (sie/ ihr) gehört seit 2022 zum Leitungsteam der Tanzfabrik Berlin BÜHNE, seit 2024 ist sie auch Teil der Geschäftsführung. Zwischen 2007 und 2021 begleitete sie als freie Produzentin zahlreiche Künstler*innen und freie Projekte im Bereich Tanz, Choreografie und Performance in Berlin und international. Seit 2025 ist sie Mitglied im Rat für die Künste Berlin. Zwischen 2017 und 2021 war sie Teil des Vorstands des ZTB Zeitgenössischer Tanz Berlin e.V., wo sie mehrere Prozesse zu besseren Förder- und Arbeitsbedingungen in der Berliner Szene aktiv begleitet hat, u.a. den partizipativen Prozess Runder Tisch Tanz. Daneben war sie Mitinitiatorin von Backbone Berlin, einer Plattform, die sich mit nachhaltiger Förderung von künstlerischer Praxis und ihren Arbeitsstrukturen beschäftigt.
Barbara Greiner arbeitet außerdem als Mentorin und gibt Workshops u.a. für das Tanzbüro Berlin und das Performing Arts Programm Berlin.
Vera Shchelkina ist Choreografin, Tanzkünstlerin und somatische Bewegungspädagogin. 2025 schloss sie ihren MA in Choreografie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch" (HZT) in Berlin ab. Zuvor absolvierte sie eine Ausbildung an der Somatischen Akademie Berlin (2020–2023) sowie Weiterbildungen in zeitgenössischem Tanz und Performance in Amsterdam und Moskau. Ihr akademischer Hintergrund umfasst ein Studium der Germanistik und Literaturwissenschaft.
Ihre künstlerische Praxis verbindet Tanz, Performance, somatische Praktiken und gesellschaftliche Themen. Zu ihren Projekten zählen “CO-TOUCH”, “My Ex(body)”, “The Imposture Lab”, “SMRTъ”, “Vibrant matter”, “Witnessing it all happening for the last time”, “Everyone here is a bit of a horse”, das kollaborative Projekt U.M.B.R.A. mit Ming Poon sowie "When the Roots Moved" (Choreografin, Kampnagel Sommerfestival 2025). Die Arbeiten wurden u.a. in Berlin, Hamburg, Dresden, Stockholm sowie bei den Potsdamer Tanztagen 2024 und 2025 gezeigt.
Parallel entwickelt sie verschiedene Vermittlungsformate und unterrichtet selbst. Sie hat das Programm „Contemporary Dance for Deaf Community" (GES-2, Moskau) und „Normale Tänze" (Sankt-Petersburg) kuratiert. Sie hat verschiedene Formate der Körperpraktiken als Gastdozentin an der HFBK Hamburg, Muthesius Kunsthochschule Kiel und in Projekten der Gruppe „Chto Delat" unterrichtet. Ihre Forschung fokussiert den Körper als transpersonale Erfahrung, Berührung, Embryologie, Tod, Erinnerung und Rebellion. Sie entwickelt derzeit die Methode der Spekulativen Somatik, die Embryologie, Wahrnehmung, Nichtmenschlichkeit und Politik verknüpft.
Hannah Juliane Steenbeck ist freischaffende Tänzerin und Choreografin mit Lebensmittelpunkt in Berlin. Ihre künstlerische Praxis verbindet Bewegungsrecherche mit stilübergreifenden Ansätzen, beeinflusst von Breaking, Popping, House, zeitgenössischem Tanz und Partnering. Seit ihrem Abschluss als Stipendiatin der HF ZUB Zürich arbeitete sie unter anderem mit Zookunft.Project, dem Merge Dance Collective sowie den Künstler*innen Laura Kassé, Béatrice Goetz, Shafiki Sseggayi, Malika Lamwersiek, Grete Pagan, Joy Alpuerto Ritter und Lukas Steltner. Julianes choreografische Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet, u.a. im Rahmen der euro-scene Leipzig sowie bei der Tankstelle Bühne Luzern. Residenzen in den Lake Studios, ada Studio & Bühne und im Radialsystem Berlin begleiteten ihre künstlerische Entwicklung.
Sie ist Mitbegründerin des Kollektivs corps sonores, das sich mit klanglichen und choreografischen Praktiken auseinandersetzt.
Lena Elsa Kolle wurde 1995 in Mühlhausen in Thüringen geboren. Nach dem BA in Theaterwissenschaften an der Universität Leipzig nahm sie 2020 ein Studium der Darstellenden Kunst an der Kunstuniversität Graz auf. Als Schauspielerin arbeitet sie u.a. mit Lorenz Nolting (Schauspielhaus Graz, „Moby Dick“), Ed. Hauswirth (Kunstuniversität Graz, Hin und Weg Litschau, Schauspielschultreffen 2023, „TEMP:EST - im kommenden Sturm“) und Ute Rauwald „A Midsummernightsdream“ zusammen. 2024 gründete sie gemeinsam mit Flora Egbonu und Johanna Schwaiger das Kollektiv Filet. Im April 2025 nahm sie am nigerianischen Tanz- und Performance-Festival „Artiste Crossroad“ in Lagos als Workshop-Teilnehmerin und Performerin teil. „None of my Business“ wurde im November 2025 im Ballhaus Ost (Berlin) uraufgeführt. Darin ist sie als Performerin auf sowie als Produzentin hinter der Bühne beteiligt. Seitdem arbeitet sie als freischaffende Schauspielerin und Produzentin in Berlin.
Kerstin Oschabnig ist freischaffende Künstlerin mit Schwerpunkt auf Luft- und Partnerakrobatik. Nach ihrem Studium in Transkultureller Kommunikation gründete sie 2015 den Verein Akrosphäre und realisierte erste Produktionen wie Identity taken (2016) und Exploring Identities (2018). Seit 2017 lebt und arbeitet sie in Berlin als Performerin, Produzentin und Initiatorin, u.a. bei Kollektiven und Produktionen wie ConTakt, Re-building Communities, Juribonke, Luna und der Zitronenbaum und Kollektiv Klaus!. Über ihre Company Cameo Acrobatix realisiert sie Eigenproduktionen und ist derzeit an der künstlerischen Leitung des Trainings- und Produktionsorts Katapult beteiligt.
https://www.cameo-acrobatix.net/de/kerstin-oschabnig/
Johanna Gorzellik ist eine in Berlin lebende zeitgenössische Zirkusartistin mit Schwerpunkt Handstand. Ihre ersten Zirkuserfahrungen sammelte sie in einem Kinder- und Jugendzirkus in Darmstadt. 2018 verbrachte sie acht Monate an der ZipZap Circus School in Kapstadt, wo sie unterrichtete und Teil verschiedener Produktionen war. Später studierte sie Zirkus an der Stockholm University of the Arts (SKH), wo sie 2024 ihren Abschluss machte.
Als Performerin arbeitete sie unter anderem mit Cirkus Cirkör (Cirkusliv, 2023 und 2024) sowie mit Cirque Bouffon (Angelo, Carrousel, Chez Momo, 2025). In diesen Produktionen war sie auch mit ihren Soloarbeiten im Handstand und an den Straps zu sehen. In ihrer künstlerischen Arbeit interessiert sie sich besonders für Langsamkeit, Mikrobewegungen und die Prinzipien von Balance. Ausgehend von der spezifischen Körperlichkeit des Handstands untersucht sie die feinen sensorischen Prozesse, die das Gleichgewicht ermöglichen. Indem sie diese inneren Prozesse sichtbar macht, eröffnet sie eine andere Wahrnehmung von Zeit und Präsenz.
Leicy Valenzuela ist Schauspielerin, Regisseurin und Theaterpädagogin. Geboren in Santiago de Chile, lebt und arbeitet sie seit 2011 in Berlin. In ihrer künstlerischen Forschung und Praxis beschäftigt sie sich mit dem Training von Bühnenpräsenz, dem gegenwärtigen Zustand sowie dem Konzept des „Nicht-Perfekten" als performativem Element.
Ihre Bühnenarbeit begann am Teatro Nacional de Chile und führte sie in Berlin in die Zusammenarbeit mit Kollektiven wie Rimini Protokoll und She She Pop sowie an Häuser wie das HAU Hebbel am Ufer, das Deutsche Theater und das Theater an der Parkaue. Sie ist Mitbegründerin von Pink Valley, einem chilenisch-deutschen Performance-Kollektiv, das seit 2009 international arbeitet. Thematisch bewegt sich ihre Arbeit an der Schnittstelle von Schicksal, Zeit, radikaler Empathie und Vernetzung mit einem besonderen Fokus auf interdisziplinäre Formate zu Ermächtigung, Gender, Immigration und Kinderrechten. Als Gastdozentin lehrte sie unter anderem an der Universität der Künste Berlin sowie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt (HfMDK).
Seit 2024 koordiniert sie den Bereich Houseclub & Schools am HAU Hebbel am Ufer - einen Begegnungsort und Raum für künstlerische Auseinandersetzung und Experimente von, mit und für junge Menschen, in dem lokale und internationale Künstler*innen in mehrwöchigen Residenzen gemeinsam mit Jugendlichen interdisziplinäre Projekte entwickeln.
Alice Lena Hiepko (she/her) ist freischaffende Regisseurin, Performerin und Kulturmanagerin. In ihrer künstlerischen Praxis arbeitet sie an der Schnittstelle von queer-feministischen Perspektiven, kollektiven Arbeitsprozessen und partizipativen Theaterformaten.
Sie versteht Theater als Raum für Austausch, Selbstermächtigung und gemeinsames Lernen – insbesondere in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie in internationalen, transdisziplinären Projekten mit dekolonialer Haltung. Sie studierte Kulturwissenschaften und Ästhetische Praxis mit den Schwerpunkten Theater und Medien an der Universität Hildesheim. Dort gründete sie gemeinsam mit einer Kommilitonin das Performancekollektiv SPLITTER und realisierte die Stückentwicklung Wer ist denn schon: OPEN. Zudem ist sie Gründungsmitglied des Netzwerks PENGO – International Cultural and Artistic Network e.V., mit dem sie an internationalen Ausstellungs- und Performanceprojekten beteiligt war. Parallel arbeitete sie als Schauspielerin in der freien Theaterszene in Hannover, u.a. am Klecks Theater e.V. und mit dem Theater Fensterzurstadt.
Derzeit studiert sie Kultur- und Medienmanagement im MA an der Freien Universität Berlin und absolvierte ein Erasmussemester im Studiengang International Dramaturgy an der University of Amsterdam. Vier Jahre lang tourte sie mit dem Aufklärungsstück UNTENRUM durch Schulen in Niedersachsen. Aus dieser Praxis heraus entwickelt sie derzeit ein queer-feministisches Klassenzimmerstück zur sexuellen Bildung für Berliner Schulen.
Marielle Schavan (geboren 1991 in Düsseldorf) studierte Kreatives Schreiben sowie Inszenierung der Künste und der Medien an der Universität Hildesheim. Sie ist Gründungsmitglied des queerfeministischen Theaterkollektivs Henrike Iglesias, mit dem sie seit 2012 zahlreiche Performances entwickelt hat und sowohl national als auch international tourt. Darüber hinaus arbeitet sie als Autorin, Performerin und Dramaturgin an freien Theaterprojekten und Diskursformaten, wie der feministischen Traumschule ACADEMY, dem inklusiven Performance-Café KAFi Q mit Schauspieler*innen des Theater HORA an der Gessnerallee Zürich und der Choreografin und Regisseurin Olivia Hyunsin Kim. Im Winter feierte sie mit Henrike Iglesias, Olympia Bukkakis und Olivia Hyunsin Kim an den Sophiensaelen (Berlin) die Premiere der Performance LIARS, die sich mit den Amplifikationen genderspezifischer Gewalt in den sozialen Netzwerken auseinandersetzt. Im März 2026 war sie Teil der künstlerischen Leitung von HALL OF FANS, einer Stückentwicklung von Henrike Iglesias und Mona Louisa-Melinka Hempel am Jungen Nationaltheaters Mannheim für Zuschauer*innen ab 13 Jahren zum Thema Fan-Sein.
Nora Decker (geboren 1985 in Görlitz, DDR) ist Schauspielerin, Performerin und künstlerische Forscherin. Sie studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und schloss 2011 mit Diplom ab. Neben ihrer Arbeit an renommierten Stadt- und Staatstheatern entwickelt sie eigene partizipative Performanceprojekte, in denen sie gesellschaftliche Themen mit künstlerischer Praxis verknüpft. Decker versteht sich als Multiplikatorin, Organisatorin und Forscherin an der Schnittstelle von Kunst und gesellschaftlichem Diskurs. Charakteristisch für ihre Arbeit ist die Übersetzung alltäglicher Handlungen – insbesondere von Care-Arbeit – in theatralische Bilder sowie das Erschaffen akustischer Räume durch stimmlich generierte Sounds.
Ihr künstlerisches Interesse gilt momentan den Prozessen des Alterns aus gerontofeministischer Perspektive, wobei sie Fragen nach Körper, Fürsorge und Vergänglichkeit in kollektive Erfahrungsformate überführt.
Lisanne Grotz ist freie Produktionsleiterin. Nach ihrem Studium der deutsch-französischen Kulturwissenschaften sowie Kulturmanagement/Kulturtourismus machte sie zunächst einen Ausflug ins Hotelgewerbe, bevor sie sich 2014 selbstständig machte. Sie begann beim Performing Arts Programm des LAFT Berlin zu arbeiten und parallel für verschiedene Projekte der Berliner freien Szene im Produktionsbereich, u.a. bei den Festivals FRATZ International und Augenblick mal!. Im Performing Arts Programm hatte sie verschiedene Aufgaben inne, zuletzt von 2018 bis 2021 das Projektmanagement des ESF-geförderten Projekts im Bereich Beratung und Qualifizierung. 2017 gründete sie mit Marit Buchmeier das Produktionsbüro xplusdrei. Im Team arbeiten sie seitdem als Produktionsleitung für und mit zahlreichen Projekten, Gruppen und Festivals, u.a. Turbo Pascal, Flinn Works und dem Festival FRATZ International.
Marit Buchmeier ist freie Produktionsleiterin. Erste Erfahrungen in Produktion und Kuration sammelte sie während des Studiums der Theater- und Medienwissenschaft beim internationalen Festival ARENA der jungen Künste in Erlangen. Von 2012 bis 2014 war sie als Dramaturgin und Theaterpädagogin am Theater an der Parkaue – Junges Staatstheater Berlin tätig. Ab 2015 arbeitete Marit in verschiedenen Rollen in der Berliner Freien Szene, u.a. für das Theater o.N. oder bei den Festivals FRATZ International und Augenblick mal!. Parallel arbeitete sie zwischen 2017 und 2021 als Redakteurin beim Performing Arts Programm des LAFT Berlin. 2017 gründete sie gemeinsam mit Lisanne Grotz das xplusdrei Produktionsbüro. Im Team arbeiten sie seitdem für und mit zahlreichen Projekten, Gruppen und Festivals, unter anderem Turbo Pascal, Flinn Works und dem Festival FRATZ International.
Flora Udochi Egbonu (*1999) ist eine afro-österreichische Performerin, Übersetzerin und Kunst- und Kulturproduzentin. Nach dem Studium der „Geodäsie und Geoinformationen“ begann sie ein Diplomstudium der Darstellenden Kunst an der Kunstuniversität Graz. Sie absolvierte ein Austauschjahr am Conservatoire Nationale Supérieur d’Art Dramatique in Paris sowie am Conservatoire Royale in Brüssel. Schwerpunkte ihrer Arbeiten sind die Auswirkungen von kolonialen Systemen, postkoloniale Gesellschaften und feministische Perspektiven.
Sie arbeitete an verschiedenen Staatstheatern wie dem Schauspielhaus Graz, Staatstheater Mainz, Staatstheater Darmstadt und Burgtheater Wien, aber ihr großes Interesse liegt in der freien Szene. 2024 war sie Mitbegründerin des Kollektivs Filet. Sie leitete das Projekt “The Future is What?“, das mit dem nigerianischen Kollektiv The Future of Dance entstand. 2025 organisiert sie das nigerianische interdisziplinäre und internationale Artiste Crossroad Festival mit und war für die Koordination und Kuration verantwortlich. 2025 war sie in der Stückentwicklung „None of my Business“ sowohl als Produzentin als auch Performerin beteiligt.
http://www.filetcollective.com
Philine Rinnert entwickelt Szenografien, Installationen und visuelle Konzepte an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Aktivismus. Sie markiert Räume des Übergangs und der Transformation und sucht nach alternativen Formen der Begegnung und des künstlerischen Dialogs. Derzeit konzentriert sie sich auf eine langfristige Projektreihe, die sich mit der Wahrnehmung von Ressourcen und ihren geowissenschaftlichen Hintergründen befasst (Tattooing the Earth, brut Wien 2023, zusammen mit Gerhild Steinbuch, The Black Hole Image, Valkhof Museum Nijmegen/Dokfest Kassel 2025, mit Ian Purnell, Heavy Metals, Intervention in einer stillgelegten Mine in Mitrovica, Kosovo.)
Im Mai 2026 zeigt sie im Museum für Naturkunde Berlin ein Rechercheprojekt zu Seltenen Erden.
Seit ihrem Bühnenbildstudium an der UdK Berlin und der Theaterakademie St. Petersburg ist sie Szenografin für verschiedene internationale Produktionen und arbeitet derzeit u.a. mit dem Performance-Kollektiv She She Pop zusammen. Ihre vielfältigen interdisziplinären Arbeitsfelder verbinden sich in ihrer Beschäftigung mit Szenografien der Versammlung und Kommunikation.
Sie unterrichtet an der HfBK Dresden im Studiengang Bühnen- und Kostümbild.
Carolin Pflüger (sie/ihr) arbeitet als Bühnen- und Kostümbildnerin, Künstlerin und Kunstvermittlerin an der Schnittstelle von Theater, Installation und öffentlichem Raum. Seit 2022 arbeitet sie freischaffend u.a. am Theaterhaus Jena, Theater Bremen, TAK Theater Liechtenstein und Theater Freiburg. In ihrer Arbeit geht sie häufig von Materialien und deren Oberflächen, Spannungen und Spuren aus, aus denen sich Räume, Körper und Situationen entwickeln. Sie gestaltete Bühnen- und Kostümbilder u a. für Arbeiten von Leon Pfannenmüller, Nanine Maria Kok, Pina Bergemann/ Anna Gschnitzer, Viktor Lamert und Karoline Hoffmann. Die Produktion Die Hundekot-Attacke (Regie: Walter Bart/Wunderbaum) wurde 2024 zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Neben Theaterprojekten realisiert sie installative Arbeiten und Ausstellungen.
Sie ist Teil des Bühnenbildduos strolling______ sowie des Künstlerinnenkollektivs QUO. Aktuelle Recherchen beschäftigen sich mit Materialkreisläufen, Müll und Ressourcen. Parallel arbeitet sie in der Kunstvermittlung, u.a. mit Kindern und Jugendlichen im sonderpädagogischen Kontext. Aktuelle künstlerische Recherchen beschäftigen sich mit Fragen von Materialkreisläufen, Müll und Ressourcen, zuletzt in Zusammenarbeit mit Henriette Hufgard und Lara Scheuermann.
Nina Vieten (she/her) wurde 1996 in München geboren und studierte von 2016-2020 Schauspiel an der Zürcher Hochschule der Künste. Im Rahmen ihres Studiums verbrachte sie zwei Monate an einer Theaterschule in São Paulo. 2018 war sie Förderpreisträgerin der Armin Ziegler Stiftung. In der Spielzeit 2019/20 war sie Mitglied des Schauspielstudios am Theater Chemnitz. Im Dezember 2020 erschien im Rahmen des Theaterfestivals SATYRIANAS 2020 in São Paulo ihre erste eigene digitale Performance „Eu tenho saudade“, für die sie neben Spiel auch für Konzeption, Text und Musik verantwortlich war. Am Gostner Hoftheater in Nürnberg erarbeitete sie 2021 im Kollektiv die Produktion „I DO THE SAME JOB BLEEDING“. Von Dezember 2021 bis September 2024 war sie festes Ensemblemitglied am Theater Kiel, wo auch ihr Monologabend »Mein Leben – (D)ein Traum« Premiere feierte. Zuletzt war sie im November 2025 für Regie und Text der Produktion „(Ver)kümmern“ am Gostner Hoftheater Nürnberg, verantwortlich.
Nina Vieten arbeitet in den Bereichen Schauspiel, Text und Regie. In ihren Arbeiten widmet sie sich feministischen und gesellschaftskritischen Themen, die sie ausgehend von einer persönlichen Fragestellung durch Recherche, Gespräche und Reflexion aus unterschiedlichen Perspektiven untersucht
Thorsten Schlenger, geboren 1979 in Paderborn, ist seit 2021 Künstlerischer Leiter des Theaters unterm Dach in Berlin. Zuvor leitete er gemeinsam mit Dr. Martin Steffens neun Jahre lang das Kunstfestival 48 Stunden Neukölln - Berlins größtes freies Kunstfestival. 2009 gründete er zusammen mit Katja von der Ropp und Benedikt Haubrich den BRAND – Verein für theatrale Feldforschung e.V. Dort entwickelte er zahlreiche ortsspezifische Performances und Projekte an der Schnittstelle von Theater, Stadtraum und gesellschaftlicher Reflexion.
Schlenger studierte Theaterwissenschaft, Literaturwissenschaft und Pädagogik an der Freien Universität Berlin sowie Regie am Max Reinhardt Seminar in Wien.
Fabienne Dür ist Theatermacherin und -autorin und lebt in Berlin. Sie schreibt Theaterstücke für erwachsenes und junges Publikum, die u.a. am Staatstheater Kassel, Stadttheater Gießen, Schauspiel Stuttgart aufgeführt und mehrfach ausgezeichnet wurden. Außerdem war sie von 2020 bis 2024 Dramaturgin an der Vagantenbühne Berlin, wo auch erste Regiearbeiten entstanden. Im Rahmen des Mentoringprogramms plant sie eigene Projekte, in denen sie das Schreiben und Inszenieren verbindet.
Bewerbung
Die Bewerbungsfrist für das Mentoringprogramm ist beendet – wir danken allen Interessent*innen für ihre Bewerbungen. Die Ausschreibung für das nächste Mentoringprogramm erfolgt im Herbst 2026.
Kontakt
Christin Eckart
christin.eckart [at] pap-berlin.de (christin[dot]eckart[at]pap-berlin[dot]de)
Tel. +49 (0)30 / 20 45 979 16