Save the Date: Thementage zu überregionaler und internationaler Zusammenarbeit in den freien darstellenden Künsten
Save the Date: Thementage zu überregionaler und internationaler Zusammenarbeit in den freien darstellenden Künsten
Die Freie Szene ist von jeher überregional und international vernetzt: Künstler*innen, Kollektive, Produktionshäuser und Spielstätten gehen auf Gastspiele, tauschen Perspektiven aus und entwickeln gemeinsame ästhetische und gesellschaftliche Fragestellungen. Diese Überregionalität und Internationalität stärkt künstlerische Qualität, diskursive Räume und Innovation weit über lokale Kontexte hinaus. Auch die Corona-Pandemie hat diese wertvollen Beziehungen nicht zerstört und viele Netzwerke haben sich als äußerst resilient und anpassungsfähig erwiesen. Aktuell stehen diese Verbindungen jedoch vor neuen, realen Herausforderungen: Ein gesellschaftlicher Rechtsruck auf der einen und massive Haushaltskürzungen auf der anderen Seite gefährden Austausch, Mobilität und nachhaltige Zusammenarbeit. Wie belastbar sind unsere überregionalen und internationalen Beziehungen und welche Strategien braucht es, um Verbindungen über die eigenen Grenzen hinaus aufrechtzuerhalten und auszubauen?
Mit diesen und weiteren Fragen im Gepäck lädt das Performing Arts Programm Berlin gemeinsam mit dem Bundesverband Freie Darstellende Künste und dem ITI – Internationales Theaterinstitut zu einer zweitägigen Begegnung ein. Im Fokus stehen der Ausbau und die Pflege konkreter Arbeitsbeziehungen überregional und international agierender Kulturakteur*innen sowie die kulturpolitischen Rahmenbedingungen, in denen diese verhandelt und gelebt werden.
Als Teil der Thementage bietet der Performing Arts Market am 12. Mai Berliner Künstler*innen die Gelegenheit, sich und ihre Arbeiten vor einem überregionalen und internationalen Fachpublikum zu präsentieren. Ziel ist es, durch direkten Kontakt mit Kurator*innen, Veranstalter*innen und Multiplikator*innen nachhaltige Netzwerke aufzubauen und Gastspiele, Residenzen und Koproduktionen zu vereinbaren.
In einem begleitenden Fachsymposium widmen wir uns am 11. Mai strukturellen Fragen und werfen dabei einen Blick auf kulturpolitische Rahmenbedingungen in der Europäischen Union: Welche kulturpolitischen Ziele verfolgt die EU vor dem Hintergrund anhaltender Krisen, wie fördert sie den internationalen Austausch und was bedeutet das für die Berliner Freie Szene? Wie sehen Entwicklungsstrategien von Land, Bund und EU aus und wie gestaltet sich die Zusammenarbeit zwischen den Ebenen? Wo bestehen alte oder neue Hürden in der internationalen Zusammenarbeit und wie können subversive Strategien aus der Szene aussehen, um diesen Herausforderungen zu begegnen?
In ergänzenden Austauschformaten reflektieren wir Fragen nach Beziehungsaufbau und -pflege sowie möglichen Allianzen, während ein abendliches Netzwerktreffen zum informellen Austausch einlädt. Darüber hinaus öffnen wir Räume für konkreten Wissenstransfer und Beratung im Hinblick auf Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten.
Das Programm entsteht in Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern – dem Bundesverband Freie Darstellende Künste und dem ITI – Internationales Theaterinstitut.
Details zum Programm und zur Anmeldung folgen in Kürze.